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7. August 2012 - 15:31h | Aktualisiert: 7. August 2012 - 15:31h

Anti-Minen-Bewegung erreicht Dominikanische Republik

Umwelt/Gesundheitsschäden werden befürchtet

Der Ausbau des großindustriellen Bergbaus in Lateinamerika weckt vermehrt Widerstand in der Bevölkerung der betroffenen Regionen. In Bolivien, Peru und Chile gehen immer mehr Menschen auf die Straßen, um gegen die großen internationalen Bergbaukonzerne zu protestieren. Die lateinamerikanische Bewegung gegen den Bergbau hat nun die Dominikanische Republik erreicht, wo ein Projekt der Schweizer Firma Xstrata gestoppt werden soll.

Xstrata ist ein international tätiges Schweizer Bergbauunternehmen, das seinen Hauptsitz im Kanton Zug hat. Das Unternehmen beschäftigt laut eigenen Angaben direkt und indirekt über 50.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von 22,732 Milliarden US-Dollar. Hauptaktionär von Xstrata ist mit einem Anteil von 34,38 % die im Rohstoffhandel tätige Glencore.

Das Haupttätigkeitsgebiet der Unternehmensgruppe umfasst die Förderung von Kupfer, Kohle, Nickel, Vanadium und Zink. Zusätzlich fördert Xstrata auch Platin, Gold, Kobalt, Blei und Silber und ist stark im Recycling tätig. Xstrata ist in 18 Ländern auf sechs Kontinenten aktiv. Der Hauptaktionär Glencore übernimmt für Xstrata die Vermarktungsrechte unter anderem für Nickel, Kobalt, Kupfer und Vanadium.

2012 kam es in Peru zu großen Protesten, bei denen dem Unternehmen massive Umweltverschmutzungen beim Betrieb einer Kupfermine vergeworfen wurden. Dabei starben zwei Menschen und die Regierung verhängte in der betroffenen Provinz den Ausnahmezustand. Die Schweiz ist dabei ein wichtiger Abnehmer peruanischen Goldes, das Andenland exportierte im vergangenen Jahr fast 190 Tonnen Rohgold in die Alpenrepublik.

In der Dominikanischen Republik protestieren Landwirte gegen eine Nickel-Mine in Loma Miranda. Sie befürchten, dass der Río Camú und Río Jima verschmutzt werden, was letztendlich den Anbau von Reis und Gemüse im Cibao-Tal erheblich beeinflussen würde. Aus den beiden Flüssen wird das Wasser für die Bewässerung der Plantagen entnommen, Umwelt/Gesundheitsschäden werden befürchtet.

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