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22. Februar 2012 - 20:18h | Aktualisiert: 22. Februar 2012 - 20:21h

Geldwäsche in der Dominikanischen Republik: 1 Milliarde US-Dollar pro Jahr

Wahlkampffinanzierung bietet Kriminellen besonderen Nutzen

In der Dominikanischen Republik werden pro Jahr rund 1,06 Milliarden US-Dollar gewaschen. Die rechtswidrigen Gelder, etwa 2 Prozent des inländischen BIP, stammen aus Steuerhinterziehungen, kriminellen Handlungen und Korruption. Dies teilte am Dienstag (21.) Alejandro Rebolledo, Experte für Geldwäscheprävention, mit. Rebolledo bezieht sich dabei auf Zahlen der “Interamerikanischen Konvention gegen die Korruption” aus dem Jahr 2010.

Dies bedeutet laut dem Experten eine Steigerung von über 180 Millionen Dollar zum Jahr 2008 (820 Millionen). Nach seinen Worten sollten die dominikanischen Wahlbehörden genau überprüfen, mit welchen Geldern politische Kampagnen finanziert werden. Er wies darauf hin, dass die Macht der Drogenhändler in verschiedenen Ländern Lateinamerikas und der Karibik stark angestiegen sei, eine Wahlkampffinanzierung biete den Kriminellen einen besonderen Nutzen.

“Internationale Kriminalität im Allgemeinen, dabei besonders der Drogenhandel, investiert in die Politik. Dies ermöglicht den Verbrechern, ihre anvisierten Ziele ab einem bestimmten Zeitpunkt zu erreichen”, so Rebolledo. Er wies darauf hin, dass es unter den Beamten, Unternehmern und anderen Wirtschaftsakteuren eine Art von “vorsätzlicher Blindheit” gebe, welche sie an der Überwachung über die Herkunft der Gelder “behindere”.

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