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8. Februar 2012 - 21:23h | Aktualisiert: 8. Februar 2012 - 21:27h

Bürger aus Haiti im peruanischen Amazonas gestrandet

Lage der Gestrandeten ist ungewiss

Etwa 300 Haitianer, die ihr verarmtes Land auf der Suche nach ein besseres Leben verließen, sind einen Monat nach ihrer Flucht im peruanischen Amazonas gelandet. Die meisten von ihnen, etwa 20 Jahre alt und mit einem Beruf, haben Zuflucht in einer Kirche in der Grenzstadt Iñapari (Grenze zwischen Peru und Brasilien) gefunden.

Die 273 Haitianer/innen hatten in ihrem Land Hab und Gut verkauft, um skrupellosen Menschenhändlern die Reise nach Brasilien bezahlen zu können. Anfang Januar wurde ihr Vorhaben, welches sie bereits durch Panama und Ecuador führte, an der Grenze des größten Landes in Südamerika aprupt gestoppt. “Wir planten auf dem Landweg nach Brasilien zu gelangen, nun sitzen wir in Peru und haben kein Geld mehr”, beklagt sich der 22-jährige Joniel Clervil. Die Lage der Gestrandeten ist ungewiss. Aktuell wurde noch nicht entschieden, ob sie nach Brasilien einreisen dürfen, oder in ihr Heimatland abgeschoben werden.

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff teilte mit, dass ihre Regierung 100 humanitäre Visa pro Monat über die nächsten fünf Jahre erteilen wird. Gleichzeitig kündigte sie eine Stärkung der Grenzsicherung und die Abweisung zukünftiger Flüchtlinge an, wenn diese das erforderliche Visa vor ihrer Abreise aus Haiti nicht in den Händen halten.

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