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8. Februar 2012 - 15:51h | Aktualisiert: 8. Februar 2012 - 21:30h

Schiffsunglück Dominikanische Republik: 47 Leichen geborgen

Kaum Hoffnung auf Überlebende

Bei der Havarie eines mit Flüchtlingen überladenen Bootes vor der Küste der Dominikanischen Republik sind mindestens 47 Menschen ums Leben gekommen. Die Tragödie hatte sich am Samstag (4.) auf der atlantischen Seite der Insel Hispaniola vor der Bucht von Samaná ereignet, als ein Boot mit über 50 Migranten an Bord wegen hohen Wellengangs kenterte.

Die dominikanischen Marine gab inzwischen die Verhaftung des Kapitäns des behelfsmäßigen Bootes bekannt. David Cepeda Calcaño soll bereits in den Jahren 2000 und 2008 für illegalen Menschenhandel angeklagt worden sein und zugegeben haben, für den Transport der “Boatpeople” pro Person knapp 1.000 US-Dollar kassiert zu haben. Nach weiteren Menschenhändlern, die an der Aktion beteiligt gewesen sein sollen, wird gefahndet.

Aus der Dominikanischen Republik und Haiti (Karibikinsel Hispaniola) flüchten immer wieder Menschen mit selbstgebauten Booten vor der Armut im Land in Richtung Puerto Rico, eines der US-amerikanischen Außengebiete. Lokale Medien berichteten, dass in den vergangenen zehn Jahren mehr als 200 Menschen bei ähnlichen Unglücken auf dem Meer zu Tode gekommen sind. Die größte Tragödie ereignete sich dabei am 29. Juli 2004, als 70 Menschen auf dem Weg nach Puerto Rico Schiffbruch erlitten und ertranken.

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