Dominikanische Republik: Militarisierung der Grenze stoppt die illegale Einwanderung nicht
Ausufernde Korruption des dominikanischen Staatsapparates
Laut der Organisation “Zentrum für landwirtschaftliche Bildung und soziales Handeln” (Cefasa) hat die Militarisierung der Grenze die massive Einwanderung haitianischer Flüchtlinge in die Dominikanische Republik nicht stoppen können. Nach Meinung von Cefasa, welche die Rechte der haitianischen Immigranten in der Dominikanischen Republik verteidigt, wird das Phänomen durch die ausufernde Korruption des dominikanischen Staatsapparates sogar noch gefördert.
Laut Davide Sala, Leiter der NGO, arbeiten die Menschenhändler mit den dominikanischen Beamten zusammen. Eine von der Organisation durchgeführte Studie ergab, dass die meisten undokumentierten Haitianer während den auf beiden Seiten der Grenze stattfindenden bilateralen Markttagen transportiert werden. Im Strom der Händler fallen sie nicht auf und wechseln einfach das Staatsgebiet.
Die Behörden der Dominikanischen Republik haben im vergangenen Jahr mehr als 10.000 angeblich unregistrierte Haitianer in ihr Heimatland repatriiert. Diese gelangten erst durch Schmiergeldzahlungen an die korrupten Beamten der DomRep in das Land und wurden bereits kurz danach wieder festgenommen. Amnesty International hatte die dominikanische Regierung mehrfach aufgefordert, unverzüglich die Zwangsdeportationen zu stoppen. Die NGO wies darauf hin, dass die Dominikanische Republik und andere Länder ihre Hilfsbemühungen erhöhen sollten, anstatt Menschen in eine verzweifelte Situation zurück zu zwingen.
Bürger aus Haiti waren im beliebten Urlaubsparadies bereits in der Vergangenheit häufig Repressalien ausgesetzt. Die Beziehungen ähneln denen haitianischer Kampfhähne. Die wirtschaftliche Situation Haitis erzeugt einen enormen Migrationsdruck gegen den Nachbarstaat. Gegen eine Million Haitianer dürften bereits vor dem Erdbeben in der Dominikanischen Republik gelebt haben, ein Großteil davon illegal.
Diebstahl, bewaffneter Raub, Mord, Drogenhandel und organisierte Kriminalität sind die häufigsten Verbrechen im beliebten Urlaubsparadies. Die Statistiken belegen, dass an 10 Straftaten mindestens vier Mitglieder der Strafvollzugsbehörden oder der Streitkräfte beteiligt sind.
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